Die Stelzenfischer von Ahangama

Die Südküste Sri Lankas ist berühmt für seine Stelzenfischer. Morgens und abends gehen die Fischer aus den Dörfern an die Arbeit und versuchen Sardinen und kleine Makrelen zu fangen. Dies machen sie entweder direkt vom Strand aus oder hocken sich auf eine Stelze ins Wasser – abhängig davon, wo die meisten Fische sind. An den Stelzen sind kleine Querstangen angebracht, so dass die Fischer besser halt finden. Aber es ist sicherlich keine einfache Arbeit.

Die Ausbeute ist häufig eher gering und das Geschäft nicht sehr lukrativ. Daher sind viele Fischer übergegangen „Touristen“ zu angeln. Die meisten Reisende sind von dem Anblick der Stelzenfischer beeindruckt. Sobald sie jedoch die Kamera zücken, gesellt sich ein Geldeintreiber zu ihnen und verlangt Preise von 200-1000 Rupies (1,50-7Euro) für die „Fotolizenz“.

Uns war die Situation bewusst, aber wir hatten gehört, dass die Stelzenfischer dennoch sehr beeindruckend sein sollten. Daher nahmen wir uns ein Tuk Tuk von Mirissa aus und fuhren nach Ahangama, da es hier besonders viele Stelzenfischer geben sollte. Schon von der Straße aus, sahen wir die Fischer auf ihren Stelzen, was tatsächlich ein ungewohntes Bild war. Wir zahlten also die 2 Euro, die wir ausgehandelt hatten, an den Geldeintreiber und durften dann Fotos schießen. Allerdings waren die „Fischer“, die eigentlich nicht fischten, sondern nur ihre Angel gelangweilt hin und her schwenkten, so dermaßen lustlos, dass mir der Spaß am Fotografieren verging. Mein Fazit: Absolut nicht sehenswert!

Wir fuhren also etwas enttäuscht wieder zurück und da das Wetter immer verregneter wurde, buchten wir als Entschädigung eine Ayurveda Massage bei uns im Hotel. Die war allerdings um so besser!