Fotosicherung auf Reisen

Es gibt wohl kaum etwas Ärgerlicheres als den Verlust schöner Urlaubsfotos und Videos. Im Zeitalter der digitalen Fotografie werden zudem meist sehr viel mehr Fotos aufgenommen als es noch bei der analogen Fotografie der Fall war. Daher macht es insbesondere bei längeren Reisen Sinn, sich Gedanken zur Datensicherung zu machen.

 

Sicherheitskopie auf dem Notebook

Eine gute Möglichkeit die Fotos und Videos zu sichern, ist eine Sicherungskopie auf einem Notebook anzulegen. Hier sollte man natürlich darauf achten, dass der eingebaute Festplattenspeicher des Rechners groß genug ist und ein Anschluss zum Lesen von Speicherkarten existiert. Falls der Rechner keinen eingebauten Kartenleser hat, kann man sich jedoch einfach mit externen Kartenlesegeräten aushelfen, die meist über die USB-Schnittstelle angeschlossen werden. Ich würde außerdem noch darauf achten, dass der Rechner über eine SSD Festplatte verfügt, da SSDs gegenüber Stößen unempfindlicher sind.

Ein großer Vorteil bei der Nutzung eines Rechners ist, dass man die Fotos auch gleich bearbeiten und Videos zuschneiden kann. Nachteilig ist sicherlich das Gewicht des Rechners auf Reisen. Außerdem kann ein Notebook auch geklaut werden oder verloren gehen.

 

Image-Tank

Eine etwas leichtere Variante stellt die Nutzung eines Image-Tanks dar. Damit ist eine mobile Festplatte mit integriertem Kartenleser gemeint. Man steckt die Speicherkarten der Kamera direkt in den Image-Tank und kopiert die Fotos und Videos auf die mobile Festplatte. Ein Rechner wird nicht benötigt. Man sollte auch hier darauf achten, dass die Festplatte des Image-Tanks über genügend Speicherplatz verfügt.

 

Datensicherung in der Cloud

Sowohl die Nutzung eines Notebooks als auch eines Image-Tanks haben den Nachteil, dass die Geräte verloren gehen können oder möglicherweise auch geklaut werden könnten. Daher kann die Nutzung von Online-Speicherplatz in der Cloud eine tolle Möglichkeit zur Datensicherung sein. Ich habe festgestellt, dass man mittlerweile fast überall in der Welt in regelmäßigen Abständen relativ schnelle Internetverbindungen bekommt, selbst in sehr armen Ländern wie Bolivien oder Nicaragua. Nur in Kuba hatte ich bisher Probleme. Abhängig von der Größe der Fotos können jedoch sehr schnell riesige Datenmengen entstehen – insbesondere wenn man in RAW-Format fotografiert. Die Datenübertragung kann dann relativ lange dauern. Daher habe ich meist nur die besonders guten Fotos in die Cloud geladen.

Anbieter für Online-Speicherplatz gibt es sehr viele. Einige bekannte Anbieter sind zum Beispiel: Dropbox, SkyDrive (Microsoft) oder Strato. Hier lohnt es sich die Kosten der verschiedenen Anbieter genau zu studieren.

Wer Bedenken mit dem Datenschutz hat oder die Kosten für den gehosteten Online-Speicher sparen möchte, kann auch bei sich zu hause einen File-Server zur Datensicherung aufsetzen. Allerdings muss man sich bei dieser Variante selbst um die Technik und evtl. zusätzliche Server-Backups kümmern.

Nutzer von Smartphones können die Inhalte ihres Handys und damit auch ihre Fotos in der Cloud abspeichern. Auch hierfür ist eine Verbindung zum Internet notwendig.

 

Fazit

Ich habe bisher mit einem Mix aus verschiedenen Sicherungsvarianten sehr gute Erfahrungen gemacht. Zum einen behalte ich wenn möglich die ursprünglichen Speicherkarten (ohne sie zu überschreiben) bis zum Schluss der Reise auf. Außerdem mache ich eine Kopie der Fotos auf meinem Notebook, dass ich sowiso meist zum Schreiben von Blogeinträgen und Suchen von Unterkünften dabei habe. Zusätzlich lade ich noch die besonders schönen Fotos auf meinen Online-Speicher. Bisher habe ich mit dieser Vorgehensweise nur sehr wenige Fotos verloren: nur einmal ist mir die Kamera aus größerer Höhe aus der Hand gefallen, wobei die SD-Karte kaputt ging und damit die noch ungesicherten Bilder verloren gingen. Daher kann ich nur empfehlen, neue Fotos häufiger zwischendurch zu sichern und nicht zu warten, bis die Speicherkarte voll ist.

Welche Variante der Fotosicherung auf Reisen zum Einsatz kommt, ist sicherlich von den Anforderungen jedes Einzelnen abhängig. Wer etwas risikofreudiger ist, kann auch die Speicherkarten mit der Post nach hause schicken oder sie anderen Reisenden mitgeben.