Downhill-Biking auf der Todesstrasse

Abends kam ich in La Paz, der Hauptstadt Boliviens, an und war ueberrascht, dass der Karneval hier weiter ging. Die Umzuege waren zwar bei Weitem nicht so bunt und umfangreich wie in Oruro, aber dennoch wurde kraeftig gefeiert.

Nachdem ich in einem netten Gaestehaus eingecheckt hatte, versuchte ich ein offenes Restaurant zu finden, da ich den ganzen Tag so gut wie nichts gegessen hatte. Ich hatte noch keinen Ueberblick, wo in La Paz die guten Restaurants zu finden sind und nachdem ich eine viertel Stunde bei Dunkelheit vergeblich gesucht hatte, beschloss ich einfach ein Sandwich von den hunderten Staenden am Strassenrand zu kaufen. Dies erwies sich als eine ganz schlechte Idee, wie ich in der Nacht dann feststellen musste. 🙁 Mein Magen vertrug das Essen ueberhaupt nicht und so war ich gezwungen mich die beiden folgenden Tage mehr oder weniger von Suppe und Tee zu ernaehren.

Am dritten Tag ging es mir zum Glueck wieder ganz gut, so dass ich es wagte eine Mountainbike Tour auf dem beruehmten Camino de la Muerte (Todesstrasse)  mitzumachen. Die unbefestigte, einspurige Strasse beginnt in der Naehe von La Paz auf etwa 4700m Hoehe und schlaengelt sich an sehr steilen Abhaengen ohne Absperrung entlang.  Nach 63km und 3500 Hoehenmetern weiter unten endet die Strasse im Regenwald in der Naehe von Coroico. Die Strasse galt bis 2007 als die gefaehrlichste Strasse der Welt, da jaehrlich hunderte Reisende auf ihr umgekommen sind. Seitdem es jedoch eine Umgehungsstrasse gibt, wird der Weg eigentlich nur noch von Mountain-Bikern und Motorradreisenden benutzt und hat nur noch wenig mit einer Todesstrasse zu tun.

Downhill auf dem Camino de la Muerte

Mir hat es riesigen Spass gemacht die 3500 Hoehenmeter durch die verschiedenen Klimazonen auf dem Mountainbike (Fully) bergab zu rasen. Die Landschaft war atemberaubend und so war ich froh, dass unser Guide immer wieder Fotostops gemacht hat. Unten angekommen, gab es ein grosses Buffet zur Staerkung und wer wollte konnte sich im Swimming-Pool abkuehlen. Danach ging es die lange Fahrt im Minibus zurueck nach La Paz.