Alhambra – Die rote Burg Andalusiens

Ich konnte Spanien natürlich nicht verlassen, ohne die berühmte Stadtburg Alhambra in Granada gesehen zu haben. Die Alhambra gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in ganz Europa und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Zusammen mit Irina und Marina, zwei sehr netten Mädels, die ich in Malaga kennengelernt hatte, machte ich mich also auf den Weg.

Obwohl wir Dezember haben, wurde uns geraten vorab online Eintrittskarten zu reservieren (www.ticketmaster.es). Dies war ein sehr guter Tipp, da die Karten für den Samstag Vormittag bereits eine Woche im Voraus ausverkauft waren. Also nahmen wir die Karten für den Nachmittag. Das gesamte System ist allerdings sehr verwirrend. Es hat sich herausgestellt, dass man große Teile der Stadtburg auch ohne Tickets besichtigen kann und nur für besondere Abschnitte die Eintrittskarten benötigt, z.B. für die Palacios Nazaries. Diese Paläste gehörten für mich allerdings neben den Gartenanlagen zum beeindruckendsten Teil der Stadtburg. Sie sind sozusagen das Herzstück der gesamten Anlage, in dem früher die arabischen Herrscher gelebt haben. Die vielen verzierten Bögen, Mosaike und Brunnen der Nasridenpaläste sind ein eindrucksvolles Beispiel der islamischen Kunst.

Die Ausmaße der gesamten Festungsanlage sollte man nicht unterschätzen. Wir hatten es leider nicht geschafft, an einem Nachmittag alles anzuschauen. Gegen Abend fuhren wir zum Mirador de San Nicolas, von dem man einen tollen Blick auf die Alhambra hat. Insbesondere bei Sonnenuntergang ist die Sicht auf die rot schimmernde Burg gigantisch! Bei einem guten Glas Wein genossen wir die Aussicht, was ein perfekter Abschluss eines sehr schönen Tages in Granada war.

Falls jemand plant, die Alhambra zu besichtigen, würde ich empfehlen, rechtzeitig Karten für den Vormittag zu kaufen, so dass genug Zeit für die Besichtigung der gesamten Anlage bleibt. Danach sollte man sich den Sonnenuntergang vom Aussichtspunkt San Nicolas nicht entgehen lassen.