Yah man! No problem man!

Leider haben wir in Jamaika nur 6 Tage Aufenthalt! Um die ganze Insel zu erkunden, würde die Zeit nicht reichen. Daher habe ich beschlossen mich Werner, Claudia, Eric, Ebba, Peter und Dave anzuschliessen und mit ihnen in einem Minivan für 3 Tage den Osten der Insel zu besuchen.

Unser erstes Ziel war der James Bond Beach im Nordosten Jamaikas. Der Strand war angeblich Drehplatz für einen der alten James Bond Filme. Das Strandresort ist auf jeden Fall sehr schön und das Wasser herrlich türkisblau. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag am Strand und fuhren abends noch bis nach Browns Town weiter, um dort in einem kleinen Gästehaus zu übernachten.

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Nine Mile, der Geburts- und Grabstätte von Bob Marley.  Der Ort ist mega touristisch und uns wurde gleich bei Ankunft angeboten die Marihuana-Plantagen zu besichtigen und „Ganja“ zu kaufen. Wir lehnten dankend ab und nahmen an der Besichtigung teil. Krass war, dass geschätzt die Hälfte der Besucher „Ganja“ rauchten und selbst auf dem Parkplatz innerhalb der Ausstellung trotz Verbotsschilder das Zeug verkauft wurde.

JamaikaDrogendealer in Jamaika

Nach der Besichtigung der Grabstätte fuhren wir weiter durch die Berge zurück ans Meer. Ich hätte eigentlich sehr gerne die Hauptstadt Kingston und die Bluemountains gesehen, war aber leider die einzige die Interesse daran hatte. Also fuhren wir wieder zurück nach Port Antonio und starteten am nächsten Tag einen weiteren Tagesausflug Richtung Osten zur blauen Lagune. Um die Lagune zu besichtigen, hätte man eine Bootstour auf einem Floß buchen müssen. Den meisten war die Tour jedoch zu teuer und so fuhren wir weiter an den Bostenbeach, der in einer kleinen, wunderschönen Bucht mit türkisblauen Wasser gelegen ist. Wir blieben ein paar Stunden am Strand und fuhren dann weiter zur nahegelegenen Long Bay.

Boston Beach in Jamaika

Den Tag wollten wir auf der Road Block Party abschliessen, die jeden Donnerstag in Port Antonio stattfindet. Für die Party wird eine Strasse für den Durchgangsverkehr geschlossen und die Einheimischen tanzen ausgelassen draussen zu extrem lauter Musik. Leider ging die Party so spät los, dass wir schon vorher müde waren und die Party ohne uns startete. Ich glaube, ich werde alt! 🙂

Generell gefällt mir Jamaika bisher sehr gut. Die Leute sind sehr nett, abgesehen von ein paar Typen, die einem irgendwelchen Kram andrehen wollen. Sehr amüsant ist auch der lokale Slang. An jeder Strassenecke hört man „Yah man!“ oder „No problem man!“. Erstaunlich finde ich auch wie viel Bob Marley Musik gehört wird – irgendwann müssten die sich doch mal satt gehört haben – aber anscheinend nicht. 🙂

Die nächsten beiden Tage bleibe ich hier in der Gegend um Port Antonio herum, bevor es morgen Abend mit der Stahlratte weiter nach Kuba geht. In Kuba werde ich eine sehr gute Freundin treffen und mit ihr das Land erkunden. Kuba ist das letzte Ziel meiner Reise, von Varadero aus geht es für mich dann zurück in die Heimat. Obwohl mir das Reisen sehr viel Spass macht, freue ich mich doch auch schon riesig wieder auf ein geregeltes Leben in Deutschland!