Königsstadt Polonnaruwa

Die Fahrt im Linienbus von Dambulla nach Polonnaruwa verlief reibungslos. Der Fahrer fuhr vernünftig und die einheimischen Mitreisenden gaben uns Bescheid, als wir unser Ziel erreicht hatten. Dies war wirklich sehr nett, da es weder Ortseingangsschilder gab, noch die Haltestellen im Bus durchgesagt wurden. Generell muss ich sagen, dass ich von der Freudlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen in Sri Lanka sehr angetan bin. Obwohl wir 2 Blondies hier alleine reisen, werden wir weder belästigt, noch übermäßig abgezockt. Die Tuk Tuk Fahrer versuchen natürlich immer ihr Geld zu machen, aber ansonsten hält es sich in Grenzen.

Soweit war also alles gut. Mittlerweile hatte sich allerdings die Wolkendecke zusammengezogen und kurz bevor wir Polonnaruwa erreichten, öffnete sich der Himmel und es schüttete wie aus Eimern.

Wir suchten als erstes Unterschlupf im Haltestellenhäuschen und blieben dort nicht lange alleine. Ein paar Tuk Tuk Fahrer wollten uns ihren Service verkaufen. Auf die Frage hin, ob der Regen heute noch aufhören wird, wurde uns versichert, dass es den ganzen Tag weiter regnen soll. Dies sei allerdings kein Problem, da man die Königsstadt ja auch mit Regenschirm super erkunden könne. Na toll!

Wir waren ein wenig frustriert und spielten mit dem Gedanken uns direkt in den nächsten Bus nach Dambulla zu setzen und die 1,5 Stunden wieder zurückzufahren. Glücklicherweise entschieden wir uns aber zu bleiben und buchten ein Tuk Tuk, um den archäologischen Park in Polonnaruwa  zu besichtigen, der 1982 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde.

Der Eintritt kostete 25$, was für die Verhältnisse in Sri Lanka sehr viel ist. Wir starteten unsere Tour am Museum und fuhren danach zum historischen Royal Palace.

Polonnaruwa

Mittlerweile tröpfelte es nur noch und einige Minuten später meinte es der Wettergott Petrus gut mit uns und ließ die Sonne den ganzen Nachmittag scheinen. Wir besichtigten viele alte Hindu- und Buddhatempel, die man nur barfuß betreten durfte. Es gab außerdem viele Buddha-Statuen in allen möglichen Sitz- und Liegepositionen.

Polonnaruwa

In den 4 Stunden Besichtigung kamen wir an so vielen alten Tempeln und Statuen vorbei, dass wir vorerst keine Buddhas mehr sehen konnten.

Den Abend verbrachten wir dann wieder in unserem Hostel in Dambulla und bereiteten uns für die Weiterfahrt am nächsten Tag vor.