Tuk, tuk, tuk – auf 3 Rädern im Affenzahn durch Colombo

Der Erste Eindruck von Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas, war nur mäßig. Die Metropole an der Westküste ist laut und hektisch und die warme Luft steht in den Gassen. Eine Unmenge an Tuk Tuk Fahrern rast durch die vollen Straßen, immer auf der Suche nach einem neuen Fahrgast. Tuk Tuk fahren scheint ein lukratives Geschäft zu sein, schließlich kostet eine 10-minütige Fahrt genauso viel wie ein gutes Mittagessen.

Die rasanten Fahrstile wirkten auf uns fast lebensbedrohlich. Hier scheint das Motto zu gelten: wer am ausdauerndsten hupt und am meisten drängelt, fährt zuerst. Eine Straßenverkehrsordnung scheint es nicht zu geben.

Colombo, Sri lanka

Mit einem unserer Tuk Tuk Fahrer hatten wir besonderes Glück. Wir wollten eigentlich nur zurück zu unserem Hostel. Unser Fahrer hat uns allerdings alle Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg lagen, gleich gezeigt. So kam es, dass wir den Gangaramaya-Tempel besichtigten. Der buddhistische Tempel liegt im Herzen der Stadt und beherbergt so einige alte Reliquien und Buddha-Statuen.
imageColombo Sri LankaGleich gegenüber dieses Tempels liegt der Seema Malaka Tempel auf einer kleinen Insel im Beira Stadtsee. Der Tempel ist eine Oase der Ruhe mitten im hektischen Colombo. Wie bei allen buddhistischen Tempeln auf Sri Lanka, darf man die Stätte nur barfuß betreten. Wir lernten auch, dass man sich nicht zusammen mit Buddha-Statuen fotografieren lassen darf – egal ob mit dem Rücken zur Buddha-Statue oder nicht. Den genauen Grund dafür konnte uns bisher noch niemand sagen.

Colombo

Nach einer ersten Stadtbesichtigung testeten wir uns durch die traditionelle Küche. Wie erwartet gab es viele scharfe Currys – angefangen bei vegetarischen Gerichten bis hin zu Schlangen-Curry. Etwas unerwartet war allerdings die Dekoration und Hintergrundmusik. Überall war Weihnachtsschmuck aufgestellt und im Hintergrund lief Jingle Bells. Wir wollten eigentlich dem Weihnachtstrubel entkommen. Tja, das hat leider nicht ganz geklappt!

Colombo, Sri Lanka

An unserem zweiten Tag in Colombo haben wir uns ein wenig im Stadtviertel Fort und auf dem Schwimmenden Markt umgesehen. Eigentlich wollten wir auch zum Stadtstrand Mount Lavinia. Allerdings waren wir von der Anreise noch so kaputt, dass wir es vorzogen im Hostel zu relaxen und die umliegenden Restaurants zu testen. Besonders gut hat uns das Green Cabin gefallen. Hier gibt es leckeres traditionelles Essen im angenehmen Ambiente.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man sich an den Mix aus Moderne und Armut in Colombo erst gewöhnen muss. Moderne Shopping-Center reihen sich direkt an arme Blechhütten. Nach einer Weile entwickelt es jedoch seinen eigenen Charme. Nichtsdestotrotz sind wir recht froh morgen weiter Richtung Landesinnere zu fahren.